Mittwoch, 1. Oktober 2008

TURBULENZEN ODER (TURBO)LENZEN?

Die letzten Tage haben gezeigt, was man unter Stabilität des Finanzmarktes versteht und welches Risiko in den Investments der Banken versteckt liegt. Kaum einer hätte geglaubt noch vor einem Jahr ein derartiges Desaster erleben zu müssen. Modernes Bollwerk aus Computern konnte davor genau so wenig schützen, waren diese nicht zuletzt von Menschen mit Daten bestückt wurden. Daten, die sich nicht erst seit heute als falsch erweisen und die auch nur wenig über die fatale Situation der Finanzmärkte zu berichten wußten. Warscheinlich wird Investmentbank mit einer der Vorschläge für das Unwort des Jahres 2008 sein und wir können nur hoffen, dass neben jeder Menge bestehender Regionalrisiken sich heimische mittelständige Banken nicht auch noch mit einem Klumpenrisiko externer Natur versorgt haben. Gier frisst Hirn und der Megagau steht zu 100% erst noch aus. Wer Zweifel daran hat, dass die Lage mehr als angespannt ist möge sich eines besseren belehren lassen und nur mal die Aktivitäten der Zentralbanken unter die Lupe nehmen. Stützungskäufe wohin man blickt und Ausgang ungewiss, da keiner das eigentliche Ausmaß seiner Situation offenbart.